REMEMBER ME.

INFO

REMEMBER ME

13.05. - 12.06.2009

Mit Arbeiten zu Zeugnissen der sudetendeutschen Geschichte des 20. Jahr- hunderts
von Radek Fridrich (CZ) Zdena Kolečková (CZ) und Susan Donath (D)

Gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und

Denkmalschutz, den Tschechischen Zentrum Dresden, den
Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, sculpture network und den FUMDuS e.V.

In Kooperation mit der Emil Filla Gallery, Ústí nad Labem und der Professur für Denkmalkunde und angewandte Bauforschung der Technischen Universität Dresden.

Begleitend zur Ausstellung wurde ein Katalog herausgegeben.

Presseecho

DAS WAR

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Thema

Nach den schwerwiegenden Ereignissen des 2. Weltkrieges, dem Anschluss der Sudetengebiete an das Deutsche Reich 1938 und der deutschen Okkupation 1939, wurden nach 1945 circa 2,5 Millionen Deutsche aus der Tschecho-slowakischen Republik vertrieben.

Die Künstler der Ausstellung REMEMBER ME, Radek Fridrich, Zdena Kolečková und Susan Donath befassen sich in ihren Arbeiten mit den zurückgebliebenen Relikten und Zeugnissen der Sudetendeutschen.

Radek Fridrich war lange Zeit vor allem als Lyriker bekannt und arbeitete in seinen Gedichten mit dem Thema der authentischen Erinnerung. Vor einigen Jahren begann er vergessene deutsche Friedhöfe in Nordböhmen zu dokumentieren. Die Zeichnungen und Inschriften auf den Grabsteinen verarbeitete er in Frottage-arbeiten, in denen sich Fragmente eigener Gedichte, Namen verstorbener Menschen und Ortsnamen mischen.

Zdena Kolečková befasst sich mit familiären Erinnerungen und der Frage nach der Kollektivschuld. Sie holt in ihren Fotografien und Bildern unscheinbare Zeichen deutscher Vergangenheit in der tschechischen Grenzregion an das Licht, z.B. kaum leserliche Schriftzüge an Häusern oder Überreste der Deutschen im alltäglichen Leben.

Die jüngste Künstlerin Susan Donath versucht in ihrer Intervention DEN TOTEN eine Versöhnung zwischen Deutschen und Tschechen herbeizuführen. Anfang 2008 suchte und fand sie eine Grabstätte einer deutsch-tschechischen Familie in Ústí nad Labem. Nach Reinigung und Aufarbeitung des Grabsteines und Neube-pflanzung wird dieser Ort nun von ihr kontinuierlich gepflegt. Die Künstlerin setzte mit ihrer Aktion ein subtiles, dennoch unübersehbares Zeichen.

kunstbahnhof v. 2/2008